...leider hat's mich erwischt und 2008 wurde bei mir Morbus Bechterew festgestellt. Morbus Bechterew (auch Spondylitis ankylosans, übersetzt: versteifende Wirbelentzündung) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die langsam fortschreitet und vor allem die Wirbelsäule und das Ileosakralgelenk betrifft. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Bewegungseinschränkung und Krümmung der Wirbelsäule. Manchmal führt die Erkrankung dazu, dass einzelne oder mehrere Gelenke vollständig steif werden.

Morbus Bechterew tritt etwa bei einem Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung auf, wobei entgegen früherer Ansicht Frauen und Männer gleich häufig erkranken. Da die Erkrankung bei Frauen üblicherweise leichter verläuft, wird sie bei diesen seltener erkannt. Ein Erkrankungsbeginn ist praktisch in jedem Alter möglich, wobei die Symptome von Morbus Bechterew jedoch am häufigsten erstmals im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt auftreten. In der Regel ist bei Betroffenen ein typisches genetisches Merkmal zu finden (HLA-B27), das sich im Blut nachweisen lässt.

Der genaue Entstehungsmechanismus von Morbus Bechterew ist nicht bekannt. Vermutlich führt ein gestörtes Wechselspiel zwischen genetischen Anlagen und Umwelteinflüssen zu einer krankhaften Immunreaktion des Körpers. Die Folge ist eine chronischen Entzündung, vor allem der Wirbelsäule. In den Wirbelgelenken und im Kreuz-Darmbeingelenk sammeln sich unterschiedliche Abwehrzellen des Körpers an. Sie verursachen eine schädigende Entzündung, durch die es zu den Gewebsveränderungen bei Morbus Bechterew kommt. So werden mit der Zeit die beschädigten Ränder der Gelenke durch Knorpel ersetzt. Der Knorpel verknöchert im Lauf der Zeit, wodurch die Gelenke versteifen.

96 Prozent der Patienten mit Morbus Bechterew haben ein bestimmtes, genetisch festgelegtes Gewebemerkmal (HLA-B27). In der nicht an Morbus Bechterew erkrankten Gesamtbevölkerung findet sich dieses Gewebemerkmal mit nur acht Prozent Häufigkeit.

HLA-B27 bewirkt, dass der Körper bestimmte Erreger nicht abtöten kann. Meist sind es Keime, die Infektionen des Magen-Darm-Traktes auslösen. Durch diese ist bei Morbus Bechterew das Abwehrsystem des Körpers zu stark aktiviert. Die Abwehrzellen (Leukozyten, weiße Blutkörperchen) schädigen dabei körpereigenes Gewebe - es entsteht eine chronische Entzündung. Warum sie besonders die Wirbelsäule betrifft, ist unklar.96 Prozent der Patienten mit Morbus Bechterew haben ein bestimmtes, genetisch festgelegtes Gewebemerkmal (HLA-B27). In der nicht an Morbus Bechterew erkrankten Gesamtbevölkerung findet sich dieses Gewebemerkmal mit nur acht Prozent Häufigkeit.

HLA-B27 bewirkt, dass der Körper bestimmte Erreger nicht abtöten kann. Meist sind es Keime, die Infektionen des Magen-Darm-Traktes auslösen. Durch diese ist bei Morbus Bechterew das Abwehrsystem des Körpers zu stark aktiviert. Die Abwehrzellen (Leukozyten, weiße Blutkörperchen) schädigen dabei körpereigenes Gewebe - es entsteht eine chronische Entzündung. Warum sie besonders die Wirbelsäule betrifft, ist unklar.

Die Symptome eines Morbus Bechterew verändern sich entsprechend dem Krankheitsverlauf. Das Leitsymptom sind tiefsitzende Rückenschmerzen, die besonders morgens auftreten und über mindestens drei Monate anhalten. Bei Bewegung bessern sich die Symptome des Morbus Bechterew. Ausgehend von den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken (Iliosakralgelenken) strahlen die Schmerzen in das Gesäß und beide Oberschenkel aus. Beim Husten oder Niesen nimmt der Schmerz zu.Die Symptome eines Morbus Bechterew verändern sich entsprechend dem Krankheitsverlauf. Das Leitsymptom sind tiefsitzende Rückenschmerzen, die besonders morgens auftreten und über mindestens drei Monate anhalten. Bei Bewegung bessern sich die Symptome des Morbus Bechterew. Ausgehend von den Kreuzbein-Darmbein-Gelenken (Iliosakralgelenken) strahlen die Schmerzen in das Gesäß und beide Oberschenkel aus. Beim Husten oder Niesen nimmt der Schmerz zu.

Der klassische Verlauf erfolgt in Schüben. Nach Monaten bis Jahren verändern sich durch Morbus Bechterew die Körperhaltung und -bewegung in typischer Weise: Während die untere Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule) abflacht, krümmt sich die Brustwirbelsäule zunehmend und es bildet sich ein Buckel. Zum Ausgleich streckt sich der Hals, die Hüft- und Kniegelenke beugen sich. Weitere Veränderungen durch Morbus Bechterew sind möglich:

  • Durch die Buckelbildung der Wirbelsäule kann das Blickfeld beim Geradeausblicken eingeschränkt sein.
  • Große Gelenke wie Hüft- und Kniegelenke sowie Schulter- und Ellengelenke sind teilweise von einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung befallen.
  • Manchmal kommt es zu einer Entzündung der Aderhaut der Augen (Uveitis). Sie tritt zumeist nur auf einer Seite auf und führt zu Lichtscheu und erhöhter Tränenproduktion.
  • Möglicherweise entzündet sich die Schlagader (Aortitis).
  • Zuweilen treten chronische Darm- bzw. Urogenitalerkrankungen auf.Der klassische Verlauf erfolgt in Schüben. Nach Monaten bis Jahren verändern sich durch Morbus Bechterew die Körperhaltung und -bewegung in typischer Weise: Während die untere Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule) abflacht, krümmt sich die Brustwirbelsäule zunehmend und es bildet sich ein Buckel. Zum Ausgleich streckt sich der Hals, die Hüft- und Kniegelenke beugen sich. Weitere Veränderungen durch Morbus Bechterew sind möglich:
  • Durch die Buckelbildung der Wirbelsäule kann das Blickfeld beim Geradeausblicken eingeschränkt sein.
  • Große Gelenke wie Hüft- und Kniegelenke sowie Schulter- und Ellengelenke sind teilweise von einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung befallen.
  • Manchmal kommt es zu einer Entzündung der Aderhaut der Augen (Uveitis). Sie tritt zumeist nur auf einer Seite auf und führt zu Lichtscheu und erhöhter Tränenproduktion.
  • Möglicherweise entzündet sich die Schlagader (Aortitis).
  • Zuweilen treten chronische Darm- bzw. Urogenitalerkrankungen auf.

Die wichtigste Therapie bei Morbus Bechterew ist eine regelmäßige Krankengymnastik. Sie bekämpft die Schmerzen und hält die Wirbelsäule beweglich. Durch das selbstständige Fortsetzten der Übungen zu Hause können Betroffene von Morbus Bechterew selbst viel für die weitere Schmerzfreiheit oder Schmerzreduktion tun. Auch Thermoanwendungen (Kälte und Wärme) lindern die Beschwerden.

weitere Informationen:

www.morbusbechterew.net

www.abbott-care.de/cms/pub_as/content/

www.bechterewforum.de